Ralph Buse

AcroYoga Lehrer

Hamburg

Hallo Lesende*r,

Mein Name ist Ralph Buse. Ich bin am 5. Juni 1970 geboren und der Kopf und das Herz des Center Of Gravity. Mit seinem Team, seinem Büro, seinen Freund*innen und all den Teilnehmer*innen. Ich bin sehr sehr dankbar dafür, diese Chance zu haben. Und die Verantwortung. Gerade als Anfänger kommst Du an meinen Veranstaltungen nicht vorbei. 🙂 Ich hoffe, Du findest in meinen Klassen heraus, dass das für Dich etwas Gutes ist.

Du findest hier 2 Darstellungen über mich:

Wie ich vom AcroYoga zum AcroYoga-Zentrum kam

Lea Zubak brachte mich zum AcroYoga im Spätsommer 2011. Sie führte mich in die erste seit Sommer noch taufrische praktizierende Hamburger Gruppe ein, die später von Lucie Beyer im ehemaligen Sutra angeleitet wurde. Ich übernahm – vollständig überzeugt von der Wirkweise des Konzepts von AcroYoga und mich diesem verschreibend – das Unterrichten vertretungsweise Anfang 2012, wurde erst Thai Masseur, dann Yogalehrer und schließlich selbst zertifizierter AcroYoga Lehrer.

Im April 2014 wurde mir in Kopenhagen am letzten von 5 Tagen AcroYoga in einer Turnhalle zum ersten Mal bewusst, wie sehr ein Raum Acroyoga dabei hilft, seine Wirkung zu entfalten. Zugleich fand ich es nachgerade unmöglich, dass die über 5 Tage gewachsene Stimmung nun aufgelöst werden müsste. Klar, das Leben ist ein Kommen und Gehen und alles ist in ständigem Wandel, aber einen Raum zu schaffen, in dem diese Stimmung zu Hause sein dürfte, länger als 5 Tage, fand ich höchst erstrebenswert.

Ich habe auf den Schiff und im Zug auf dem Rückweg von Kopenhagen ein AcroYoga Zentrum ansatzweise inhaltlich konzipiert – noch im Zug in Rücksprache mit Frank Neuwirth und Satya Holznagel und später in Hamburg auch mit Kai Hitzer, dem Leiter des Sutra.

Nach einem solchen Raum suchte, fragte, recherchierte ich und – fand ihn nicht. Nirgends. Nicht in Deutschland, nicht in Europa. Daraufhin entschied ich: Dann machen wir es eben selbst. Wir bauen ein AcroYoga Zentrum in Hamburg.

Bestärkt von diesen drei Menschen, verfolgte ich meine Vision dieser Idee über Jahre bis hin zur Umsetzug und gegen einige Widerstände. Danke Euch.

Zunächst machte ich von 2013 bis 2016 AcroYoga über Hamburg bekannt oder zumindest bekannter, indem ich in verschiedenen Fitness-Studios – ETV, Kaifu Lode, Aspria Uhlenhorst, Aspria Alstertal, Sportspaß – erstmals AcroYoga-Workshops und Kurse eingeführte. Der Name „Center Of Gravity“ entstand auf dem Papier irgendwann im Sommer 2014. Nach 3 Jahren des Suchens nach einem geeigneten Raum bot mir Kai Hitzer – ausgerechnet – das Sutra zur Übernahme an, und ich nahm dankend an. Da ich das Sutra gut kannte, wusste ich auch, dass erhebliche Veränderungen nötig sein würden, um den Raum für ein AcroYoga Zentrum nutzen zu können. Mit Hilfe eines Bau-Teams um Dennis Hieke und Thorsten Keilitz und einer Reihe von freiwilligen Helfer*innen, allen voran Eve Engelberg, Anie Dahms und Anke Stern, wurde es erst entkernt und dann ausgebaut. Ich, nein, ab jetzt: WIR konnten das erste AcroYoga Zentrum Europas am 2. Oktober 2016 eröffnen.

Heute, im Winter 2017, ist das Zentrum ein lebendiger, pulsierender Ort, in dem Menschen die vielfältigsten Erfahrungen machen können, beim AcroYoga und in der AcroYoga-Gemeinschaft, begleitet von Lachen und Leichtigkeit und / oder tiefer Einkehr. Und von Musik. Denn natürlich gibt es eine amtliche Anlage, Spotify, Instrumente – ein altes, großes, gestimmes Klavier, eine von einem Gitarrenbaumeister handgefertigte Konzertgitarre, eine E-Gitarre, ein Didgeridoo, Bongos, Chicken Shake, Mundtrommel, Klangfrosch – und Mikrofone. Und eine Bibliothek.

Ich habe das Zentrum zu einem Ort machen wollen, wo wir unsere echten Farben, „true colors“ – ganz nach Cindy Laupers Song, leuchten lassen können. Genau daran arbeite ich – zusammen mit einem wachsenden Team begeisterter Helfer*innen um den Kern: Colette Waitz und Anie Dahms – weiter.

Heute bin ich der dienstälteste und erfahrenste AcroYogalehrer Hamburgs und stehe hinter dem Konzept von AcroYoga, wie es einst von Jason Nemer und Jenny Sauer Klein erdacht wurde: als Verknüpfung des Yoga-Weges mit fließender Partner-Akrobatik und Healing Arts – Therapeutischem Fliegen ud Thai Yoga Massage.

Aus dem Gesundheit und Gemeinschaft entsteht.

Das funktioniert.

Für alle.

Wie ich zum AcroYoga kam

So, ich schreibe hier mal einen halben üblichen Lebenslauf auf. Was ich tatsächlich schon sehr sehr lange nicht mehr gemacht habe.

Ich bin Diplom Handelslehrer und promoviere – das sagt man dann, wenn man irgendwann mal eine Promotion angefangen hat und diese weder abgeschlossen noch gänzlich zu den Akten gelegt hat – im Bereich BWL über das Thema

„Making Profit with the Protection of Biodiversity? A Simulation Based Estimation of the Changes in a Company’s Market Share Induced by Biodiversity Protection Campaigns“

Eigentlich spannend. Und wichtig. Nun: Von 1989 bis 2007 ging ich – parallel zu meinen gesellschaftskonformen Ausbildungen – mit wachsendem Können, Leidenschaft und Erfolg, wovon allerdings nur die Leidenschaft für ein Leben gereicht haben, dem Thema Singen nach. Klassischer Sologesang und vor allem dem Singen in Jazz a capella Quartetten / Quintetten waren das, was mein Herz schlagen ließ, im Guten, mit Feuer.

Um meiner Promotion nach viel zu langen Jahren der Parallelexistenz „Singen / Promotion“ die Möglichkeit einzuräumen, abgeschlossen zu werden, und vor allem auch nach einem Konzert in der Aula am Wilhelmsplatz in Göttingen, das weichenstellend war, weil wir, die Band 4tune, ein selbstgesetztes Ziel nicht erreichten, brach ich alle Kontakte bis auf jene zu meinen 2 besten Freunden – Matthias Jendis und Benjamin Stürzenhofecker – ab, hörte das Singen auf der Bühne und privat auf, und zog im Sommer 2008 von Göttingen nach Hamburg. In eine selbstverordnete Isolationshaft.

Mit viel Sport – ca 2 km Schwimmen je morgens und abends – und dazwischen Arbeiten in der Staatsbibliothek, meinte ich, ein funktionierendes und zielführendes System aufgestellt zu haben. Im Herbst 2010 machten 10 Wochen Dauerfieber ohne Symptome einer Krankheit meine Arbeit mühsam und tränenreich. Dazu maß eine Leistungsdiagnostik in der Kaifu Lodge einen sehr bedenklichen Körperstresslevel über den Hautleitwert, und man empfahl einen Arztbesuch und eine Pause oder zumindest Umstellung. Der Arztbesuch diagnostizierte zusätzlich Herzrhythmusstörungen und empfahl dasselbe. Noch im Zweifel, ob die Ratschläge und Indikationen ernst zu nehmen seien, überzeugte mich die Veränderung nach einer Arbeitpause von 3 Tagen, in die ich letztlich nach viel Überzeugungsarbeit Dritter eingewilligt hatte. Ich empfand nach 3 Tagen Pause beim ersten Versuch, die Promotion wieder aufzunehmen, als ich das Laptop aufschlug „nicht-mehr-Können“ – in dieser Absolutheit das erste Mal in meinem Leben. Bei aller Anstrengung war ein Tippen auf der Tastatur unmöglich, zu viele Tränen, zu schwach, die Finger schwebten über der Tastatur oder lagen einfach auf.

Danach war alles anders.

Ich fand nach einer sechsmonatigen Pause und der vorsichtigen Wiederaufnahme der Promotion, begleitet von Tanz (Nia) statt Ausdauerschwimmen, über einen Zufall den Weg zum AcroYoga. Nach der Nia-Stunde hörte ich die Trainerin Lea Zubak zu einer Teilnehmerin sagen: „Kommst Du heute zum AcroYoga?“ Ich kannte das Wort nicht, fragte nach, und bekam zur Antwort: „Ach, komm doch einfach mit.“

Wie es weiter ging: siehe oben.